» Social Media – nicht mehr neu, aber trotzdem noch in den Kinderschuhen «
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» Social Media – nicht mehr neu, aber trotzdem noch in den Kinderschuhen « Social Media sind im Mainstream angekommen und mittlerweile ein selbstverständlicher Bestandteil von Marketing und Kommunikation. Über das Potenzial und bestehende Herausforderungen sprechen Monica Glisenti, Direktion Corporate Communications bei Migros Schweiz, Manfred Strobl, CEO Ominicom Media Group in Zürich und Dr. Dominique von Matt, Gründer Jung von Matt/Limmat AG, im Interview. Sie waren Anfang 2012 gemeinsam mit der Universität St.Gallen und Google ins Silicon Valley gereist, um sich vor Ort mit den wichtigsten Social-Media-Playern auszutauschen.
MRSG: Social Media gehören scheinbar zum Alltag – ist eine Kampagne ohne diesen Kanal überhaupt noch vorstellbar? von Matt: Grundsätzlich müssen wir dort sein, wo sich der Konsument aufhält. Mehr als ein Drittel der Schweizer sind bei Facebook – und das im Durchschnitt über 20 Minuten pro Tag. Social Media kann innerhalb einer Kampagne eine Vielzahl von Funktionen erfüllen: Eine Community um die Marke schaffen, die Markenwerte erlebbar machen, Kundenservice in Echtzeit anbieten, Kundenbedürfnisse erfassen oder sogar handfest verkaufen. Angesichts dieser Fülle von Möglichkeiten gibt es tatsächlich wenige Kampagnen, die auf Social Media verzichten können. Strobl: Social Media ist in dem Sinne ja auch nichts „Neues“ mehr und mittlerweile im Mainstream angekommen. Denn längst gehören nicht mehr nur technikaffine Junge, sondern auch Ältere zu den Nutzern, da die Dienste dem grundsätzlichen Bedürfnis eines jeden Menschen nach Kontakten mit anderen entsprechen.
Inwiefern hat sich das Marketing durch Social Media denn wirklich verändert? Glisenti: Ich vergleiche Social Media gerne mit einer Art „Wohnzimmer“ in einer riesigen WG ‒ man trifft Freunde, tauscht sich aus, schnappt sich auch einmal ein Magazin oder eine Zeitung und schaut, was in der Welt passiert – und diskutiert darüber. In diesem „Zuhause“ wird nicht nur über Marken diskutiert, sondern die Marken selbst sind eingeladen mitzureden. Das ist eine enorme Chance für das Marketing wie auch die Unternehmenskommunikation. Diese Nähe und die Tatsache, dass ein Konsument per Knopfdruck seinen Freunden ein gutes Markenerlebnis weitergeben kann, verändert neben standardisierten „Empfehlen“- oder Tweet-Buttons vor allem eines: Die (An-)sprache in der Kommunikation ändert sich. Man kann nicht ins WGZimmer – um dieses Bild wieder aufzunehmen – und mit geschliffenen, gängigen Marketing-Headlines oder PR-Botschaften punkten. 4
Sie sprechen von einer enormen Chance für das Marketing und die Unternehmenskommunikation – für welche Einsatzbereiche eignet sich Social Media besonders gut? Glisenti: Entscheidend sind die Ziele, die man erreichen will. Aus meiner Sicht kann Social Media in fast allen Branchen und Disziplinen verwendet werden, in denen Dialog eine Rolle spielt, beispielsweise zur Image- und Markenpflege. von Matt: Besonders geeignet sind Social-Media-Kampagnen in großen Märkten, in denen über Kaufentscheidungen diskutiert wird, beispielswei
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