Umfrageforschung in der wettbewerbsrechtlichen Praxis Eine Analyse z
Werbung ist ein essentielles Mittel im Wettbewerb, um den Verbraucher über die eigene Leistung zu informieren. Unter den Voraussetzungen des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 3 UWG) kann der Werbetreibende in einem Rechtsstreit jedoch zur Unterl
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Claudia Gerstenmaier
Umfrageforschung in der wettbewerbsrechtlichen Praxis
Claudia Gerstenmaier
Umfrageforschung in der wettbewerbsrechtlichen Praxis Eine Analyse zur QualitatsprUfung demoskopischer Beweismittel in den Fallen irrefUhrender Werbung
Deutscher Universitats-Verlag
Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Ein liteldatensatz fUr diese Publikation ist bei Der Deutschen Bibliothek erhaltlich
Dissertation am Fachbereich IV der Universitat Trier, 2003
1. Auflage Dezember 2003 Aile Rechte vorbehalten © Deutscher Universitats-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003 lektorat: Ute Wrasmann / Ingrid Walther Der Deutsche Universitats-Verlag ist ein Unternehmen von Springer Science+Business Media. www.duv.de Das Werk einschliel3lich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschiitzt. Jede Verwertung aul3erhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verla.9s unzulassig und strafbar. Das gilt insbesondere fOr Vervielfaltigungen, Ubersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten waren und daher von jedermann benutzt werden diirften. Umschlaggestaltung: Regine Zimmer, Dipl.-Designerin, Frankfurt/Main Gedruckt auf saurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier ISBN-13:978-3-8244-4544-8 DOl: 10.1007/978-3-322-81312-1
e-ISBN-13:978-3-322-81312-1
Meinen Eltern
Geleitwort IrrefOhrende Werbung? Wer die Funktion der Werbung nicht in erster Linie in der Information des Konsumenten sieht, mag sich dazu veranlasst sehen, den Tautologievorwurf zu bemOhen. Luhmann beispielsweise war der Auffassung, dass die Werbung zu manipulieren versucht und in diesem Zusammenhang unaufrichtig arbeitet, zugleich aber auch voraussetzt, dass diese Unaufrichtigkeit unterstellt wird. Jedenfalls hat die Geschichte gezeigt, dass Konkurrenten auf Markten zu nichtkooperativen Verhaltensweisen gegriffen haben und das Rechtssystem sich immer wieder zu regulierenden MaBnahmen veranlasst sah. 1m Zentrum der Arbeit von Claudia Gerstenmaier steht nicht dieses historische Faktum, sondern die Verarbeitung dieses Problems im heutigen Rechtssystem. Es geht urn irrefOhrende Werbung und ihre Beurteilung aus der Perspektive betroffener Verkehrskreise, insbesondere urn ein mit diesen Streitfallen verbundenes Kernproblem, das sich aus der Zusammenarbeit von Juristen und Demoskopen im Rahmen der rechtlichen Streitklarung so genannter schutzwOrdig angesehener Personenkreise ergibt. Wie konnen im Vorfeld richterlicher Entscheidungen Beurteilungsgrundlagen geschaffen werden, die eine zuverlassige Beurteilung ggf. vorliegender Irritationen der Verbraucher gestatten? In diesem Zusammenhang spielt sowohl die Rolle des Sachverstandigen vor Gerichten als auch das so genannte demoskopische Gutachten eine wichtige Rolle. Wird der